Buzz: Jack Dorseys Block startet Open-Source-Konkurrenz zu Slack

Block hat mit Buzz einen kostenlosen Arbeitsbereich für Menschen und KI-Agenten veröffentlicht. Er basiert auf dem Nostr-Protokoll und steht unter Apache-Lizenz.

Block, das Unternehmen von Twitter-Mitgründer Jack Dorsey, hat Buzz veröffentlicht: einen kostenlosen Open-Source-Arbeitsbereich, in dem Menschen und KI-Agenten gemeinsam arbeiten. Erklärtes Ziel ist es, die eigene Abhängigkeit von Slack und GitHub zu verringern.

Was Buzz bietet

  • Bekannte Chat-Funktionen: Channels, Threads, Direktnachrichten, Sprache und Dateiaustausch.
  • Entwicklung im Chat: Code-Repositories und automatisierte Workflows sind eingebaut. Agenten können Beiträge schreiben, Code prüfen und freigegebene Automatisierungen ausführen.
  • Eigene Identität für Agenten: Buzz basiert auf dem dezentralen Nostr-Protokoll. Jeder Mensch und jeder Agent erhält eine eigene kryptografische Identität – laut Block das Kernproblem bei der Zusammenarbeit vieler Agenten.
  • Offen für verschiedene Modelle: Agenten aus Claude Code, Codex, goose oder eigenen Frameworks lassen sich einbinden.

Buzz steht unter der Apache-2.0-Lizenz, läuft auf macOS, Windows und Linux und lässt sich selbst betreiben oder als verwaltete Version von Block nutzen. Die Software ist noch in einem frühen Stadium.

Bedeutung für Salesforce

Salesforce baut Slack gerade zur zentralen Oberfläche für Arbeit mit KI-Agenten aus – mit Slackbot, Slack Code und Slackforce. Buzz zielt genau auf dieses Feld, setzt aber auf Offenheit und Selbstbetrieb statt auf eine Plattform. Ob das Unternehmen überzeugt, muss sich zeigen; das Interesse an Open-Source-Alternativen zu großen SaaS-Plattformen wächst jedenfalls.

Quellen: Decrypt · Business Today