Agentic Identity: Salesforce will Agenten-Aufrufe per Flex Credits abrechnen
Registrierte KI-Agenten sollen eigene Identitäten erhalten, ihre MCP- und API-Aufrufe Flex Credits verbrauchen. Klassische Integrationen bleiben außen vor.
Salesforce bereitet ein neues Abrechnungsmodell für KI-Agenten vor, die von außen auf die Plattform zugreifen. Kern ist die Agentic Identity: Agenten werden in Salesforce registriert und erhalten eigene Zugangsdaten und Berechtigungen, statt im Namen eines Nutzers zu handeln. Admins können so genauer steuern und nachvollziehen, was ein Agent darf.
Was gezählt wird
Jeder erfolgreiche Aufruf eines registrierten Agenten – über MCP oder direkt über die API – gilt als „Headless Platform Interaction“ und verbraucht Flex Credits. Erfasst wird das in der Digital Wallet. Wichtig für die Planung:
- Den Umrechnungsfaktor in Flex Credits hat Salesforce noch nicht veröffentlicht.
- Aktuell wird noch nicht abgerechnet; vor dem Start gilt eine Vorankündigung von 30 Tagen.
- Klassische Integrationen behalten ihr bisheriges Preis- und Sicherheitsmodell. Gemeint ist ausschließlich als agentisch registrierter Verkehr.
- Gemessen wird nur in aktiven Produktionsorgs – nicht in Sandboxes, Scratch Orgs oder Developer Editions. Entwicklung und Tests verursachen also keine Kosten.
Was Teams jetzt tun sollten
Wer bereits Agenten oder MCP-Clients gegen Salesforce laufen lässt, sollte eine Bestandsaufnahme machen: Welche Agenten greifen zu, wie oft, und über welche Nutzer? Die Verbindungen müssen künftig auf OAuth-Zugangsdaten der registrierten Agenten umgestellt werden. Zum Preis eines Flex Credits kursieren unterschiedliche Angaben; maßgeblich ist die aktuelle Preisliste von Salesforce.
Quellen: Vantage Point · sfdcdevelopers.com